#1 29.8.15 - Dresden zum letzten Open Air von Bernd 30.08.2015 01:35

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So, nun zurück, paar Worte dazu am Tag, erst mal das Video zur Nacht und paar Bilder:








#2 RE: 29.8.15 - Dresden zum letzten Open Air von Bernd 30.08.2015 01:36

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Videos:

1. Sternenstunden



2. Es war schön


3. Melanie


4. Unser Schiff


5. Bis ans Ende der Welt


6. Yaketi-Sax (Peter) + Drumsolo I (Klaus)


7. Ikarus - Part


8. Ich will nicht vergessen

#3 RE: 29.8.15 - Dresden zum letzten Open Air von Bernd 30.08.2015 20:24

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Geschafft ! Nun geht unser fertiges, hochaufgelöstes Fotoalbum an den Start:

Link https://www.flickr.com/photos/teiber1960...157657559009348

Alle Fotos © Angela und Bernd

Viel Spaß beim Anschauen

#4 RE: 29.8.15 - Dresden zum letzten Open Air von Bernd 31.08.2015 11:36

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Die PUHDYS zum letzten Doppel-Open Air in Dresden

Freilichtbühne „Junge Garde“ , 29.8.2015

Nun hat auch die sächsische Landeshauptstadt ihre Abschiedskonzerte, ja gleich zwei. Mitten im Großen Garten zwischen Zoo und Hygienemuseum spielen die Puhdys, wie zuletzt 1997, an zwei Tagen ihr Konzert. 1997 waren es ein Abend – und ein Vormittagskonzert als „Zugabe“. Damals zur CD „Frei wie die Geier“ mit Harry Jeske auf „Abschiedstour“, dieses Mal wollen sich aber alle PUHDYS verabschieden.

„Liebe PUHDYS – Vielen Dank für die Musik meines Lebens“ – 2 dieser symbolträchtigen Banner erreichten auch Dank Claudia und ihrer Freundin Antje die sächsische Hauptstadt und es wurde auch an diesem Abend um zahlreiche Unterschriften erweitert und von Beiden wohl behütet.

Wir hatten uns von vornherein für das Samstag – Konzert entschieden und langfristig vorher die Karten gekauft. Waren rechtzeitig angereist und trafen am Einlass schon einige bekannte und vertraute Gesichter. Schön, dass auch vor dem Tor und Einlass bereits ein Getränke- und Speisenstand öffnete. Es war sehr warm, der Sommer holte an diesem letzten Augustwochenende nochmal richtig zur letzten Hitzeschlacht aus. Die „Security“ hieß dieses Mal „Sicherheit“ und ließ uns nach dem Soundcheck, der sehr kurz ausfiel, gleich rein. Kontrollen unspektakulär. Vorher wurde noch mitgeteilt, dass bis 0,5 l Plastegetränkeflaschen erlaubt waren. Ein ordentlicher Zug des Veranstalters ! Wir suchten uns völlig unkompliziert einen Platz mittig 8. Sitzreihe, so daß wir die Bühne komplett sehen konnten und uns dann abends an den Farb- und Lichtspielen erfreuen durften. Ähnlich, wie der Hutberg in Kamenz ist es auch hier ein Oval mit Sitzreihen und vorn einer größeren Stehfläche. Die Bühne ca. 1,5 m erhöht, dieses Mal wurde aber die eigene Bühne (LITT) auf die ursprüngliche gesetzt, mit 7 LED-Panels hinter den Musikern sowie der dreiteilige LED-Panel-Wand mit Klaus Scharfschwerdts Schlagzeugaufbau mittig dieser.

Tourmanager Kai Suttner bewarb mit Melanie vom Merchandise 2 Fanpakete mit CD und Poster von PUHDYS und den „Rocklegenden“. Kurz darauf klebte Kai schon die Setlisten des Abends auf den Bühnenboden für die 5 Rockerrentner.

Ungewohnte, aber rechtzeitig bekannt gegebene Anfangszeit 19:45 Uhr – das Hobbyfotografenherz schlug höher und höher. Es liegt daran, dass es für diesen Spielort, warum auch immer, (strenge) Auflagen der Stadt zu erfüllen gibt, weil die Nachtruhe ab 22:00 Uhr dort einzuhalten ist. Für uns heisst es aber: Tageslichtbilder sind eben doch die besten. Mit dem „Schiffsintro“ betraten die fünf PUHDYS ihren Arbeitsplatz. Schon reckten sich ca. 5000 Händepaare im ausverkauften Areal (laut Sächs. Zeitung 5000 Besucher) klatschend in den Himmel, als Dieter MASCHINE Birr die ersten Sätze von „Unser Schiff“ ins Mikrofon rief. Passend zur Begrüßung wählten die PUHDYS dann den legendären Song aus dem DEFA – Film „Die Legende von Paul & Paula“, „Geh zu ihr“.
„Hallo Dresden“- seine kurze Begrüßung, aber man sah 5 strahlende Gesichter, geprägt von Spielfreude. Das schöne Wetter hat sicher auch hier seinen Teil geleistet. Textsicher hört man das anwesende Publikum in allen Altersgruppen heraus. Wir haben sowohl kleinere Kinder, aber auch Menschen im Alter von 70+ gesehen. „Melanie“, der Hit aus dem Album „Heiß wie Schnee“ 1980 wurde mit Videoeinblendungen aus dieser Zeit im Hintergrund dargeboten. Auch holte Dieter Birr wieder alles aus seiner E-Gitarre heraus, spielte einen instrumentalen Part als „Überleitung“ zum nächsten Titel „Kühle Lady“, zu dem die Crew auch die überdimensionale Puppe aufblies und über die Bühne bewegte.
Nachdem rockigen Auftakt ging es gemächlicher zum von Dieter „Quaster“ Hertrampf gesungenen Song „Die Welt ist ein Wunder“ über. Dieser Song ist vom letzten gemeinsamen Studioalbum „Es war schön“ aus dem Jahre 2012. Weitere Stücke werden wir auch von diesem Album noch zu hören bekommen. Aber auch in den etwas über 2 stündigen Konzert von Alben aus den früheren Jahren zu hören bekommen, wie z.B. wenn auch überarbeiten Fassung von „Wenn Träume sterben“.

Mit den Minikameras vor den Künstlern platziert, sowie auch ins Publikum gerichtet, konnte die Lichtcrew aktuelle Bilder von Band und Publikum live auf die LED-Panels übertragen. Überarbeitet mit Licht- und Videoeffekten ergab sich stets ein recht gutes Gesamtbild, was dieses Mal nicht mal vom dezent unter den 7 LED-Panels platzierten Bühnennebel gestört wurde. Klasse Umsetzung dieses Licht-Video-Konzeptes ! U.a. war Peter „Eingehängt“ Meyers Enkel und Multi-Arrounder Tom Groß dafür verantwortlich. Tom ist Drummer in Alexa Fesers Band, Goldmannpark und bei Bell, Book & Candle, bei letztgenannten auch noch Techniker.

„Ich will nicht vergessen“, natürlich auch dabei, wie „Wilder Frieden“, welcher stets zum Soundcheck geprobt wird.
Nun ist es auch Zeit, ihren von den Fans schon zum Abschiedssong ernannten Titelsong „Es war schön“ zu spielen. Man schaut in einige traurige, nachdenkliche, aber auch glückliche Gesichter, mitsingend, Knicklichter und Wunderkerzen haltend. Irgendwann wird es den endgültigen Abschied für immer geben. Nur weiß eben keiner, wie lange diese Abschiedstour gehen wird.
„Sternenstunden“ vom Rocklegenden – Album (aufgenommen mit CITY+KARAT) gab es als nächsten Song an diesem lauen Sommerabend, nun auch im reinen Kunstlicht.
Peter „Eingehängt“ Meyer wird nun gleich zum Saxophon greifen, wenn „Bis ans Ende der Welt“, von Dieter „Quaster“ Hertrampf vorgetragen, erklingt. Dieter „Maschine“ wird ihn am Keyboard ablösen, nachdem er seine Akustik-Gitarre dem Roadie Florian zugeworfen hat. Eine über Jahre geübte und beständige Nummer im Programm. Peter darf noch einen draquflegen am Saxophon, bevor dann Klaus Scharfschwerdt alle Register am Schlagzeug ziehen kann und er zwei Solis zum Besten gibt. Mit 60+ trotzdem noch so fit, wie sich jeder überzeugen konnte. Auch rollte sein Podest wieder nach vorn, mit Licht und Warnblinker …

Mit der „Lust auf Abenteuer“ bekräftigt die Band wiederum, dass sie noch lange nicht genug haben. Dieser Song erschien 2009 auf dem Album „Abenteuer“.
Zum „Puhdys-Medley“ gibt es den „Ikarus“ und auch dieses Mal sucht der Puhdys-Frontmann wieder zwei Damen aus dem Publikum, die neben dem Bassisten Peter „Bimbo“ Rasym und Dieter „Quaster“ Hertrampf mit umgehängten Gitarren gemeinsam mit Dieter „Maschine“ Birr mitrocken können. Peter steht am Keyboard und Klaus Scharfschwerdt trommelt, als könnte er es noch Stunden. Schön, dass diese Ikarus – Formation nicht vom Bühnennebel unsichtbar wurde. So eine klare, nicht vernebelte „Ikarus“-Reihe hab ich lange nicht mehr gesehen. Vielleicht schauen sich auch die Techniker hin und wieder im Internet um und lesen diese und jene Kritik oder nehmen Vorschläge der Fans zur Kenntnis. Was mich sehr erfreut. Denn an diesem Abend hat uns die Technik von Licht und Ton ein hervorragendes Ergebnis geliefert!

Fein, dass es auch an diesem wunderschönen Sommerabend „An den Ufern der Nacht“ und „Die Boote der Jugend“ geben wird. Und wieder gibt es im Oval viele Wunderkerzen, Knicklichter und glückliche Gesichter zu sehen.
Die Bandvorstellung wie gehabt. Peter „Bimbo“ Rasym (Bin Im Moment Bass Orientiert – das verbirgt sich hinter diesem Spitznamen, was man aktuell gerade in diesen Tagen in öffentlichen Publikationen nicht unerwähnt lassen sollte), Klaus singt seinen Part von „TV-Show“ und schließt es unter lautem Gelächter mit „Atemlos“ ab, Quaster besingt die „Liebe kleine Schaffnerin“ , Eingehängt ist der Schwiegervater Walter Ulbrichts und zudem der Holzmeyer, der bekanntlich dem Randficht´n - Lied noch lebt. Und aus der „sowjetisch besetzten Zone“ stammt bekanntlich der Vorgesetzte des Papstes, Dieter „Maschine“ Birr – „Ich bin der liebe Gott“…
Nun kommt er, der Block der bekanntesten PUHDYS – Lieder. „Wenn ein Mensch lebt“, „Lebenszeit“ und „Alt wie ein Baum“. Nun singen und klatschen wirklich alle mit und alles, soweit ich es überblicken konnte, stand nun auch vor den Bänken. Aus 5000 Kehlen bekamen die PUHDYS ihre verdiente Unterstützung.
Die „Rockerrente“ ist bei 3/5 der Band rechnerisch längst erreicht, zwei müssen noch paar Jahre machen. Quaster hüpft wie mit 40 den Bühnengang Gitarre spielend im augenstrapazierenden Stroboskoplicht vor und zurück.

Die Fans fordern eine „Zugabe“, diese kommt nach einer kurzen Pause auch. „He, wir wollen die Eisbären sehen“, worauf ein Großteil, besonders junger Fans schon den ganzen Abend gewartet haben. Viele kennen den Titel von Ballermanpartys usw.

„Das Buch“, seit 1983 stets im Reportaire der PUHDYS als letzter Song des Abends, und wieder sang das Publikum, teilweise ihre Partner Arm in Arm, Knicklicht oder Wunderkerzen haltend diesen mahnenden Song mit in den Abend. Die PUHDYS verneigten sich dann alle noch einmal vor dem Publikum und verließen dann unter den Klängen des eingespielten „Bye, Bye Harryverderci“ die Bühne.

Alles in allem ein sehr gelungenes Konzert, die Band in einer zuversichtlichen Spielfreude, viel Harmonie unter den Kollegen, eine Technikcrew, die an diesem Abend Bestleistung vollbrachte! Für uns Vielbesucher waren es gegenüber Chemnitz und Halle am Set keine Änderungen, aber die Licht-, Video- und Bühneneffekte waren so gut wie lange nicht mehr auf dieser Abschiedstour. Und dann ist es ja für uns „Vielfahrer“ immer wieder schön, überall mal andere Leute anzutreffen, die man lange nicht mehr gesehen hat.
So hatten wir auch an diesem Abend wieder einen Plausch hier und da, ehe wir uns auf den dieses Mal sehr kurzen Heimweg machten in die aktuell „sicherste Stadt der Welt“, Heidenau, machten.
Soviel Polizei sieht man wirklich selten...

Nachtrag: Für uns endet hier nun die letzte PUHDYS - Open Air - Saison, viel Spaß bei den letzten beiden Open Airs, besonders für zahlreiche liebe Freunde am Freitag in Nordhausen, aber auch Samstag in Görlitz und kommende Woche in Potsdam. Zu letzteren haben wir uns nahezu dagegen entschieden aufgrund der langen Anreise.

#5 RE: 29.8.15 - Dresden zum letzten Open Air von Torsten 31.08.2015 19:40

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Toller Bericht Bernd! Danke!

Die DNN (Dresdner Neueste Nachrichten) berichtet heute...

#6 RE: 29.8.15 - Dresden zum letzten Open Air von Torsten 01.09.2015 18:32

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Sächsische Zeitung vom 31.08.15

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